Wohnraumlueftung

Wohnraumlüftung – Mit frischer Luft Energie sparen

Um Heizenergie einzusparen, werden Neubauten heutzutage wesentlich dichter gebaut als in vergangenen Jahrzehnten. Die Konsequenzen sind eine schlechtere Raumluftqualität und Schimmelpilzgefahr.

Die manuelle Be- und Entlüftung nach dem Prinzip „Fenster auf“ ist bei kalter Witterung nicht nur ungemütlich, sondern reicht in aller Regel auch nicht aus.

Es gibt auch noch einen viel gravierenderen Nachteil. Bei jedem Lüftungsvorgang entweicht wertvolle Wärme, so dass die Frischluft mit viel Energieaufwand wieder aufgeheizt werden muss. Die Lösung kann aus hygienischen, bauphysikalischen und energetischen Gründen nur eine geregelte Be- und Entlüftung sein.

Funktionsprinzip kontrollierter Wohnraumlüftung

Im Abluftbereich fallen Gerüche und Feuchte an, die die Lüftungsgeräte kontinuierlich absaugen und nach außen führen.Zeitgleich versorgen die Systeme die Wohnräume über den Zuluftbereich mit Frischluft. Die aus dem Abluftbereich abgesaugte Luft ist beheizt und hat eine Temperatur von etwa 22 °C.

funktionsweise_wohnungslueftung_w734Diese wertvolle Energie gewinnen unsere Lüftungssysteme über einen Wärmetauscher zurück – und zwar bis zu 90 %. Mit dieser Wärme wird die von außen zugeführte Frischluft angewärmt, bevor sie in die Wohnräume gelangt.

Das Verfahren sorgt nicht nur für ein zuverlässig gesundes und angenehmes Raumklima, sondern spart vor allem Energie – ein Argument, das gerade in den heutigen Zeiten überzeugt.

Für ein gesundes und angenehmes Raumklima sorgt beispielsweise die Systeme der
Dezentralen Wohnraumlüftung Zentrale Wohnraumlüftung

Dezentrale Lüftung: Punktgenau und energiesparend lüften
Bei dezentralen Systemen mit Wärmerückgewinnung wird in jedem Raum, der zu belüften oder entlüften ist, ein Einzelgerät in der Außenwand installiert. Eine dezentrale Lüftungslösung ist insbesondere bei Sanierungen oder punktuellen Feuchtigkeitsproblemen die erste Wahl. Der Installationsaufwand ist in der Regel gering. Einzelne Geräte sorgen unabhängig voneinander in feuchtigkeitskritischen Räumen wie Bad und Küche für Abluft. In Verbindung mit einem zweiten Gerät können sie im gesamten Wohnraum für eine gute Durchlüftung sorgen. Dabei steuern eigene Sensoren die Geräte abhängig vom Feuchtigkeitsgehalt der Raumluft.

Das Lüftungsgerät in der dezentralen Ausführung ist ein innovatives dezentrales Lüftungsgerät mit bis zu 91 % Wärmerückgewinnung. So können bis zu 50% der Heizkosten eingespart werden. Durch die kompakte Bauweise (Kernbohrung 162 mm) und einer Mindestwandstärke von nur 270 mm gehört es zu den kleinsten Wohnraumlüftungsgeräten mit Wärmerückgewinnung und ist ideal für Bauvorhaben mit begrenzten Platz und/oder bei Nachrüstung.

Zentrale Lüftung: Frischluft im ganzen Gebäude
Bei den zentralen Lüftungsgeräten unterscheidet man zwischen Abluftanlagen und Zu-/Abluftanlagen: Das einfachste und kostengünstigste System der zentralen kontrollierten Wohnungslüftung ist eine Abluftanlage. Verbrauchte Luft wird aus den Ablufträumen wie Küche, Bad und WC über ein Kanalnetz abgesaugt. Gleichzeitig strömt frische Luft durch den entstehenden Unterdruck über Außenluftdurchlässe direkt in die Zulufträume (Wohn-, Kinder-, Schlafzimmer). Die Luftmenge, die den Ablufträumen entnommen wird, ist durch die Förderleistung des Ventilators festgelegt. Über einen einfachen Stufenschalter können die Bewohner den Luftdurchsatz ihrem Bedarf anpassen. Über eine kleine Wärmepumpe kann die Abluft für die Warmwasserbereitung und ggf. Heizung genutzt werden. Die Wärmequelle Abluft mit ihren relativ hohen Temperaturen ermöglicht eine sehr hohe Effizienz.

Die hierfür benötigten Lüftungsleitungen können in Wänden, Beton- oder Zwischendecken, im Boden, unterm Estrich oder auch frei verlegt werden. Diese Lösung wird daher vor allem im Neubau oder bei umfassenden Modernisierungen eingesetzt. Der große Vorteil: ein über die gesamte Wohnfläche gleichmäßiger Frischluftkomfort. Die aus der Abluft zurückgewonnene Energie kann zur Erwärmung der Zuluft eingesetzt werden.

Anders als bei der Abluftanlage wird bei einer Zu-/Abluftanlage die Außenluft an zentraler Stelle angesaugt und über ein Rohrsystem in die Zulufträume verteilt. In einem Kreuz-Gegenstromwärmetauscher findet die Wärmerückgewinnung statt, die bis ca. 90 % der Abluftwärme auf die Zuluft überträgt. Um die Verschmutzung von Gerät und Kanälen zu verhindern sowie ggf. Allergiker vor Staub und Pollen zu schützen, wird die Außenluft gefiltert. Hierfür stehen verschiedene Filterqualitäten zur Verfügung. Zentrale Zu-/Abluftanlagen sorgen für einen sehr hohen Wohnkomfort.